Datenschutz beim Marktgiganten Apple

Informationen darüber, wie Apple mit personenbezogenen Daten umgeht.

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Privatsphäre der Kunden genauer unter die Lupe nehmen

Apple legt schon lange großen Wert auf die Privatsphäre der eigenen Kunden.

Denn anders als Googles Android-Plattform ist IOS mit einer großen Sorgfalt für die hinterlegten Daten aufgebaut.

Außerdem schöpft Apple im Gegensatz zu Google keine Gewinne aus personalisierter Werbung.

Jedoch ist die Lage, wenn man Apple und Google beim Datenschutz vergleicht, nicht völlig klar.

Da man bei Apple Unmengen an Diensten und Apps, wie beispielsweise die Apple Watch, die Face-ID und Mail Apps Nutzen kann, sollte man sich unbedingt vor dem Preisgeben persönlicher Daten den Datenschutz bei Apple genauer ansehen.

Ist Apple ein datenschutzfreundliches Unternehmen?

Das Unternehmen Apple hatte zum Thema Datenschutz schon immer eine klare, eigene Meinung.

Im Dezember 2020 bekräftigte der Apple-Vorstand im Bereich Software Craig Federighi auf der zehnten European Data Protection and Privacy Conference noch einmal, dass die Privatsphäre seiner Nutzer Apple schon immer enorm wichtig gewesen sei.

Apple investierte zuletzt 54 Millionen US-Dollar in die Kampagne „Privacy on iPhone“.

Damit möchte das Unternehmen weiter daran arbeiten, iPad, iPhone und Mac datenschutzrechtlich und sicher zu halten.

Dazu kommt, dass Federighi sich explizit gegenüber Firmen abgrenzt, deren Geschäftsmodell mit der Vermarktung von gesammelten Nutzerdaten einhergeht.

Datenschutz bei Android vs. Apple

Moderne Android-Geräte und iPhones unterscheiden sich heutzutage bei den verbauten Hardware-Sensoren kaum noch; sehr wohl aber bei der Datenübertragung der Betriebssysteme.

Innerhalb einer Studie vom Jahr 2018 wurde festgestellt, dass ein Android Smartphone durchschnittlich 40,2 Anfragen nach Nutzerdaten pro Stunde stellt.

Beim iPhone sind es lediglich 4,2.

Auch bei der Art der Angefragten Daten gibt es große Unterschiede zwischen den beiden Unternehmen.

35% der Informationen von Google bezogen sich auf den Standort des Anwenders und nur 24% auf Geräte-Uploads und 18% auf Google Play.

Bei Apple nahmen Uploads hingegen 46% ein und lediglich 1% dienten der Standortermittlung.

Ein weiterer Punkt ist, dass Android-Geräte auch dann Daten an Google übermittelten, wenn der Anwender nichts mit diesen Geräten unternahm.

Also auch iPhones sammeln Daten von Nutzern.

Jedoch hat Apple erwiesenermaßen einen Fokus auf Datenschutz.

Die großen Bemühungen gegen Tracking sind mittlerweile altbekannt.

Teilweise werden von dem Unternehmen aus Cupertino dafür sogar Komfortfunktionen geopfert.

Wie beispielsweise die Umfangreichen Datenanalysen, welche nur noch lokal auf den Geräten stattfinden.

Das macht sich dann zum Beispiel beim Wechseln von einem iPhone zum nächsten bemerkbar.

Denn bei dem neuen Gerät muss der Anwender die Tastatur wieder neu anlernen und auch die Gesichtserkennung in den Fotos muss erst wieder neu zugeordnet werden.

Man darf jedoch auch nicht unterschlagen, dass Apple über einen Suchmaschinen-Deal, ähnlich wie Firefox, Geld von Google bekommt.

Auch bindet man in Safari die Safebrowsing-Listen von Google gegen Phishing ein.

Zudem gibt es auch immer noch die großen Probleme wie die unverschlüsselten iCloud Backups.

Diese können aber durch lokale Backups umgangen werden.

Ist der Umgang mit Nutzerdaten DSGVO konform?

Die Maßstäbe bei Apple, die Produkte und auch das Betriebssystem beim Datenschutz angehen, sind grundsätzlich höher als bei anderen Unternehmen.

Googles Geschäftsmodell basiert beispielsweise darauf, möglichst präzise personalisierte Werbung zu schalten.

Um das gewährleisten zu können, erhebt und verarbeitet Google Nutzerdaten in großen Mengen.

Wenn man das mit Apple vergleicht, dann bietet das Unternehmen mit dem Apfel-Logo bereits ab Werk datenschutzfreundlichere Einstellungen.

Trotzdem darf man nicht vergessen, dass auch Apple Daten dieser Art sammelt.

Apple bezieht also auch Standortdaten und analysiert auf deren Grundlagen die Vorlieben seiner Nutzer.

Nach der DSGVO zählen Standortdaten, welche detaillierte Rückschlüsse auf Menschen zulassen, bereits zu personenbezogenen Daten und unterliegen damit einem besonderen Schutz.

Um das Ganze zu umgehen, müssen die Nutzer hier jedoch selbst aktiv werden und die Einstellungen des Gerätes anpassen.

Besondere Vorsicht sollte beim Thema Backups gegeben sein, denn sobald man sich mit der Mailadresse angemeldet und eine Apple-ID erhalten hat, werden dort von vielen Apple-Diensten standartmäßig Backups erstellt.

Beispielsweise von Nachrichten und Fotos, welche über iMessage ausgetauscht wurden.

Das heikelste daran ist jedoch nicht das Abspeichern der verschlüsselten Nachrichten sondern, dass dort dazu auch der zugehörige Schlüssel mit abgespeichert wird, sodass die Nachrichten theoretisch einsehbar sind.

Daher ist die Aussage Apples, dass Nachrichten- und Fotodienste über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verfügen, sehr fragwürdig, da deren Backups unverschlüsselt in der iCloud abliegen.

Fazit

Alle Hersteller und Betriebssysteme erheben und übermitteln Daten.

Daher gib es kein Unternehmen, welches Datenschutz und die Privatsphäre deren Nutzer komplett berücksichtigen.

Zum Teil liegt das in der Natur der Dienste, zum Teil lässt es sich auch nicht vermeiden, aber oft geschieht dies auch weil es zum Geschäftsmodell der Anbieter gehört.

Android übermittelt allerdings um einiges mehr Daten, als Apple-Pendants und die Ursache liegt hier strukturell in der Art und Weise wie Google Geld verdient.

Daher ist es vollkommen illusorisch auf Besserung zu hoffen, denn selbst vorgenommene Änderungen sind meist eher Schein.

Allerdings hat auch Apple beim Datenschutz noch Luft nach oben.

Die Standardsuchmaschine ist nach wie vor Google und auch auf anderen Ebenen bindet man Google-Dienste ein.

Zudem wird es nicht leicht zu kontrollieren, ob bei allen Diensten das Prinzip der Datensparsamkeit konsequent umgesetzt wird.

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