Titelbild Was sind Third Party Cookies?

Was sind Third Party Cookies? 

Personalisierte Werbeanzeigen auf Grund von Cookie-Datensätzen.
Ratgeber

Nutzerverhalten unter Beobachtung

Der Begriff Cookies dürfte heutzutage nahezu allen Internetnutzern schon einmal begegnet sein. Mit diesen Cookies ist nämlich nicht die Nascherei, sondern etwas ganz anderes gemeint. Es handelt sich hierbei um sogenannte Internetcookies, einen Datensatz, welcher die User der Webseite identifizieren kann.

Cookies existieren in verschiedenen Varianten, eine davon sind die sogenannten Third Party Cookies. Was genau das ist wird Ihnen im folgenden Beitrag erläutert.

Third Party Cookies

Die sogenannten Third Party Cookies, was übersetzt so viel wie Drittanbietercookies bedeutet, sind eine ganz besondere Art von Cookies.  Genutzt werden sie von Werbetreibenden, die mittels dieser Cookies Nutzerinformationen über Werbeschaltungen auf anderen Seiten sammeln.

Sobald Sie als User eine Internetseite besuchen, werden die kleinen Textdateien auf Ihrem Computer gespeichert. Im Normalfall wurden sie vom Betreiber der Webseite dort platziert.

In diesem Fall jedoch werden die Drittanbietercookies, wie der Name schon verrät, von Drittanbietern deponiert.  Das hat für diese den Vorteil, dass sie Informationen bezüglich des Userverhaltens der Kunden erhalten und zu Ihren Gunsten Nutzen können.

Die Unterscheidung von Third Party Cookies und First Party Cookies

Eine Gemeinsamkeit der beiden Datensätze Third Party Cookies und First Party Cookies ist das Wort Party. Es bezieht sich auf die ausgehende Domain des Cookies.

In den meisten Fällen lässt sich ein First Party Cookie auf den Betreiber der Webseite zurückführen während Third Party Cookies in der Regel von Dritten stammen. Diese platzieren dann die Cookies auf der Webseite und nicht der Webseitenbetreiber.

Aus diesem Grund kann es sein, dass nicht nur Third Party Cookies, sondern auch First Party Cookies auf dem Rechner gespeichert werden, wenn Sie eine Webseite besuchen. Das bedeutet, es werden sowohl Cookies gespeichert, die vom Betreiber der Webseite verwendet werden, als auch die der dritten Partei.

Der gravierende Unterschied ist, dass bei First Party Cookies zwar der Nutzer identifiziert werden kann, seine Daten jedoch nicht für Dritte zur Verfügung stehen. Bei Third Party Cookies ist dies möglich. Außerdem ist die technische Implementierung bei Third Party Cookies deutlich einfacher, da lediglich eine Werbeanzeige durch den Drittanbieter geschaltet wird und somit kein Code hinterlegt werden muss.

So funktionieren die Third Party Cookies

Um zusätzlich Geld zu verdienen, können Teile einer Webseite für Werbezwecke verkauft werden. Der Betreiber der Webseite kann daraufhin die Werbung des Kunden auf der Seite schalten.

Diese Aufgabe wird häufig auch von Werbenetzwerken erledigt, die eine große Anzahl an Kunden an der Hand haben. Die Anzeigen können von diesen Netzwerken auf den erworbenen Flächen individuell gestaltet werden, womit eine benutzerspezifische Werbung angeboten werden kann.  Die Erstellung personenbezogener Anzeigen geschieht mithilfe der Third Party Cookies.

Wenn nun also ein User eine Webseite besucht, auf der eine Werbung geschalten wurde, wird mittels dieser Werbung ein Third Party Cookie auf dem Rechner abgelegt. Dieser speichert das Nutzerverhalten des Users, also die Seitenbesuche und wie lange er sich auf der genutzten Webseite aufhält.

Wenn auf der Webseite immer noch eine Anzeige des Werbenetzwerks geschaltet ist, wenn der User die Seite wiederholt aufruft, erkennt das Netzwerk diesen aufgrund der Cookies. Da diese bereits Informationen über den User generiert haben, können individuelle, auf das Nutzerverhalten des Users angepasste Werbungen geschaltet werden.

Third Party Cookies in Bezug auf die DSGVO

Der Cookie-Ablege-Vorgang wird von Datenschützern sehr kritisch begutachtet.  Das liegt vor allem daran, dass die Anonymität der User nicht gewährleistet werden kann, da Daten über mehrere Seiten hinweg gesammelt werden können und zudem Dritte Zugang darauf erhalten.

Das Problem hierbei ist, dass die DSGVO den Umgang mit Cookies nicht ausdrücklich geregelt hat. Es existiert lediglich eine europäische Richtlinie, die Anweisungen bezüglich der Verarbeitung, Speicherung, Weitergabe und der Nutzung von personenbezogenen Daten enthält, welche allerdings einige Unklarheiten für deutsche Webseiten aufzeigt.

Die sogenannte E-Privacy-Richtlinie besagt, dass der Nutzer eine Einwilligung erteilen muss, bevor Cookies verwendet werden dürfen. Der User muss darüber informiert werden, ob und wie Cookies verwendet werden.  Das bedeutet, dass der Nutzer selbst dafür verantwortlich ist, ob er Cookies platziert oder nicht. Es ist zudem möglich, die Verwendung von Cookies zu blockieren. Jedoch besteht dann die Möglichkeit, dass Webseiten in ihrer Funktionalität eingeschränkt werden.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Im Fall, dass für den Besuch einer Webseite das Akzeptieren von Cookies erforderlich ist, ignoriert die Suchmaschine die Seite und verhindert somit eine Indexierung.

Deshalb sollten sich Betreiber von Webseiten genau überlegen, ob sie die Nutzung der Webseite von der Platzierung der Cookies abhängig macht, da dies der Aufmerksamkeit der Seite gravierend schaden kann.

Auch die Platzierung bestimmter Cookies kann Webseiten im Ranking zurückwerfen oder eine Platzierung in den SERP verhindern. Es handelt sich hierbei um Cookies, die zu gezieltes Tracking der Nutzer ermöglichen.

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